.
  • Haushaltsreden

  • Haushaltsrede 2021

    Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
    sehr geehrter Herr Gemeindevertretungsvorsitzender,
    sehr geehrte Gemeindevertretungsmitglieder und Besucher.

    Bevor ich näher auf den Haushaltsplan 2021 eingehe, erlauben Sie mir an dieser Stelle den Mitarbeitern des Gesundheitswesens, der Polizei und der öffentlichen Verwaltung, insbesondere unserer eigenen Gemeindeverwaltung, Dank und Anerkennung für die in der schwierigen Corona Zeit geleistete hervorragende Arbeit auszusprechen.

    Dank der trotz Coronapandemie guten Konjunktur, die Ergebnis einer soliden Finanz- und Wirtschaftspolitik der von Bundeskanzlerin Merkel geführten Bundesregierung ist, ermöglichen Ihnen Frau Bürgermeisterin Schröder die überdurchschnittlich hohen Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, eine geringere Kreisumlage, Corona bedingte Ausgleichzahlungen des Landes Hessen, Hessenkasse uns einen gesetzeskonformen, ausgeglichenen Haushaltsplan 2021 zur Beschlussfassung vorzulegen. Positiv an Ihrem Haushaltsplan ist zu bewerten ist, dass der haushaltsausgleich ohne Grundsteuererhöhungen erreicht wird. Es sei an dieser Stelle hingewiesen, dass die Stadt Erlensee, mit der wir dem Willen der SPD-Neuberg nach fusionieren sollten, den Haushaltsausgleich nur mit weiteren Steuererhöhungen realisieren kann. Sind wir von der CDU -Fraktion mit dem letzten von Ihnen Frau Bürgermeisterin Schröder eingebrachten Haushaltsplan zufrieden? Wir werden in Anbetracht der aktuellen Lage den Haushaltsplan 2021 samt Änderungen und SPD-Anträgen zustimmen, aber zufrieden mit dem perspektivlosen Haushaltsplan 2021 sind wir eindeutig nicht! Wenn wir unter den Rettungsschirm des Landes Hessen geschlüpft wären, wie es der überwiegende Teil der defizitären Städte, Gemeinden und Landkreise getan hat, wenn die viele Zeit und das viele Geld die in Ihre Fusionsbestrebungen in kostensparende Kooperationsprojekte geflossen wären, dann sehe die Haushaltssituation unserer Gemeinde sicherlich besser aus. Daher eindeutig, wir sind mit Ihrer Politik der letzten Jahre, die keinen besseren Haushaltsplan 2021 hervorgebracht hat, gelinde gesagt, unzufrieden. Statt gewebesteuergenerierende Gewerbeansiedlungspolitik zu machen, das ständige Lamento, dass die Änderungen am kommunalen Finanzausgleich schuld daran seien, dass freiwillige Leistungen der gemeinde nicht mehr möglich seien. Dieses Lamento zieht sich bis ins aktuelle Wahlprogramm der Neuberger SPD hinein. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass Städte und Gemeinden mehr Finanzmittel des Landes erhalten, als es nach dem alten von Ihnen scheinbar ersehnten kommunalen Finanzausgleich der Fall war.
    Sanierung des Daches des Bürgerhauses, der Duschen des Sportlerheimes und der Wabenanbau an der KITA Panama werden bzw. wurden mit vorgenannten Landesmitteln ermöglicht.
    In Anbetracht des Konsenses in Zeichen von Corona die Sitzungen nicht unnötig in die Länge zu ziehen und der Hoffnung, dass der neue Bürgermeister die kommunale Zusammenarbeit, Gewerbeansiedlung, Klima- und Umweltschutz, Senioren – und Jugendarbeit in dem erforderlichen Maße vorantreibt, gehe ich nicht tiefer auf das Zahlenwerk des Haushaltsplanes 2021 ein und nehme nur noch Stellung zu den SPD-Anträgen zum Haushalt. Im Übrigen verweise ich in diesem Zusammenhang auf die in vorangegangenen Haushaltsreden angesprochene Kritikpunkte, die immer noch aktuell sind. Wie bereits mitgeteilt, werden wir den SPD-Anträgen zustimmen. Geben jedoch unsere Verwunderung zum Ausdruck, dass die Anträge zum Waldkindergarten und der Hundeauslauffläche eigentlich vom Gemeindevorstand bei der Aufstellung des Haushaltes hätten berücksichtigt werden müssen. So ist es breiter Konsens in der Gemeindevertretung, dass wir einen Waldkindergarten zur Bedarfsabdeckung an KITA-Plätzen dringend benötigen. Das Thema Hundeauslauffläche wurde von Frau Gemeindevorstandsmitglied Birkner im Gemeindevorstand thematisiert. Statt das Thema als Gemeindeaufgabe aufzunehmen scheint die Idee eines Hundeauslaufplatzes es an die SPD - Fraktion weitergereicht worden zu sein.
    Die Versorgung unserer Bürger war und ist uns eine Herzensangelegenheit. Alles was zu einer spürbaren Verbesserung der Versorgung unserer Bürger, insbesondere die des unterversorgten Ortsteils Rüdigheim führen kann, wird von uns ausdrücklich begrüßt. Ich erinnere Sie daran, dass wir die Schaffung eines Wochenmarktes anregten, der leider nicht realisiert wurde. Ob ein Warenautomat die Lösung des Versorgungsproblems im Ortsteil Rüdigheim ist, wage ich zu bezweifeln. Daher sollten vor Anschaffung eines Warenautomaten die Haftungs-, Beschickungs-, Standortfragen geklärt werden.
    Trotz Verwunderung des Zustandekommens der SPD-Anträge werden wir in der kommenden Legislaturperiode konstruktiv an deren Umsetzung mitarbeiten.

    Zum Abschluss erlaube ich mit Ihnen ein Zitat des Philosophen Karl Popper auf den Weg der vor uns liegt zu geben. Er sagte: „unsere Probleme sind kompliziert. Aber die Grundeinsichten sind alle sehr einfach, Daran kann man sich halten“ Auf den Haushaltsplan 2021 und kommende Haushalte übertragen, heißen die Grundeinsichten, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann, als man hat und man den Bürgen nicht noch mehr in die Taschen greifen darf.
    Einige Diskussionen in den Ausschüssen und einige Wahlprogramme die in den letzten Tagen in meinem Briefkasten landeten, lassen diese Grundeinsichten vermissen. Egal was wir machen oder bauen, es verursacht laufende Sach-, Personal-, Reparaturkosten und Abschreibungen die den Haushalt nachhaltig belasten. Daher wird es Aufgabe der neu zu wählenden Gemeindevertretung und des neu zu wählenden Bürgermeisters sein die auf uns zukommende Aufgaben unter Beachtung vorgenannter Maxime anzupacken.

    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  • Haushaltsrede 2020

  • Haushaltsrede 2019

  • Haushaltsrede 2018

    Sehr geehrter Vorsitzender der Gemeindevertretung,
    Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
    sehr geehrte Mitglieder der Gemeindevertretung,
    sehr geehrte Gäste,
     
    Das einzig wirklich positive am Haushaltsentwurf 2018 ist, dass er ohne Erhöhung der ohnehin hohen Grundsteuern A und B auskommt. Ansonsten wieder ein Haushalt der Verwaltung von Defiziten, ein Haushalt ohne Ideen, wie Neuberg zukunftsfähig gestaltet werden soll. Ein Haushalt der den gesetzlich geforderten Haushaltsausgleich nur dadurch erreicht, dass er die erforderlichen Erzieherstellen für die neue, noch in Bau befindliche KITA einfach unberücksichtigt lässt. Wenn man die im nächsten Jahr auszuschreibenden Erzieherstellen in den Stellenplan aufgenommen hätte, dann würde der Haushaltsplan 2018 keinen geringfügigen Überschuss, sondern einen nennenswerten Verlust ausweisen. Hiervon ist die CDU-Fraktion überzeugt.
    Auf Befragen der CDU-Fraktion im HFA, warum die Erzieherstellen nicht, wie es korrekt wäre, in den Stellenplan aufgenommen wurden, kündigten Sie, Frau Bürgermeisterin Schröder an, dies im Rahmen eines Nachtragshaushaltes im Laufe des nächsten Jahres tun zu wollen. Man kann gespannt sein, wie Sie die Erzieherkosten finanzieren wollen, um der Vorgabe eines ausgeglichenen Haushalts zu genügen. Entgegen der Ausführung in der Zusammenfassung des Vorberichts zum Haushalt 2018, wonach der Haushaltsausgleich Ergebnis eines rigorosen Sparkurses sei, weist der Stellenplan 2018 was anderes aus, nämlich Höhergruppierungen und Stellenausweitungen, die den Haushalt mit weit über 30.00 € belasten. Wenn Sie es mit dem rigorosen Sparen wirklich ernst meinen täten, dann sollten Sie vor Stellenhöhergruppierungen bzw. Stellenerweiterungen die Beratungen durch die beim Hess. Ministeriums des Innern und Sport für Nicht-Schutzkommunen eingerichtete Stabsstelle und das Ergebnis der Machbarkeitsstudie abwarten. Höhergruppierungen, Stellenausweitungen, Neuanschaffungen vor Abschluss vorgenannter Untersuchungen, die gerade das Ziel haben Kosteneinsparungen zum Wohle unserer Bürger zu ermitteln, führen die Untersuchungen adabsurdum. CDU-Fraktion, Neuberger Liste und Bündnis 90, Grünen schlagen daher vor, den Stellenplan 2018 hinsichtlich der vorgesehenen Höhergruppierungen auf den Stand des Haushaltsplanes 2017 einzufrieren und die Ergebnisse vorgenannter Untersuchungen abzuwarten. Ihre angeblich rigorose Sparpolitik stellt die CDU-Fraktion in Frage. Am Beispiel KITA-Neubau kann man sehr gut veranschaulichen, dass es mit Ihrem Sparwillen nicht weit her ist. Um es hier klarzustellen, die CDU-Fraktion ist für eine gute, den Elternbedarf gerecht werdende Kinderbetreuung. Daher haben wir und frühzeitig für einen kostengünstigen, schlüsselfertigen Neubau einer KITA in Modulbauweise zum Festpreis ausgesprochen. In diesem Zusammenhang regten wir den Besuch eines solchen KITA –Neubaus in Maintal-Dörnigheim an. Im Rahmen einer gemeinsamen Begehung des Maintaler KITA-Neubaus erklärte der Vertreter der Stadt Maintal, dass ein KITA-Neubau in Modulbauweise erheblich günstiger gegenüber anderen Bauvarianten sei, wenn man nicht den Fehler begeht, ein solches Gebäude bündig an ein bestehendes Gebäude anzubauen. Mit dieser Information und dem Raumbedarfsplan für unseren KITA-Neubau versehen fragte die CDU –Fraktion bei Modullbaufirmen an, was denn ein dem Bedarf der Gemeinde Neuberg gerecht werdender KITA-Neubau kosten würde. Preise von 900.000 bis 950.000 € wurden uns genannt. Ein Anbieter schickte uns sogar ein Angebot, dass wir Ihnen Frau Bürgermeisterin zuleiteten. Statt zügig einen Beschluß der Gemeindevertretung über den Bau eines schlüsselfertigen KITA-Gebäudes in Modulbauweise zum Festpreis herbeizuführen, erteilte der Gemeindevorstand dem Architekturbüro Fey den Auftrag Kostenermittlungen auf Grundlage eines Plans, der zu unserer großen Verwunderung, trotz Warnung der Stadt Maintal, einen baulichen Anschluß der neu zu bauenden KITA,  an das bestehende KITA-Gebäude vorsieht und Maße aufweist, die nicht in  Modulbauweise realisiert werden können. Daher war es nicht verwunderlich, dass im Rahmen der Kostenermittlung keine Angebote von Modullbaufirmen eingingen. Vorgenanntes Architekurbüro konnte daher nur die Kostenvarianten  Holzständerbauweise für knapp unter eine Million € bzw. konventioneller Bau für über 1 Million €.  vorlegen. Mangels anderer Alternativen entschied sich die Gemeindevertretung dann für die günstigere Holzständervariante, die uns am Ende aller Voraussicht nach, mehr als 1,2 Millionen € kosten wird. Weit mehr als 200.000 € über dem Preis, den wir für ein nicht bündig an das bestehende KITA Gebäude in Modullbauweise zu errichtenden KITA-Neubau zu zahlen gehabt hätten. Mindestens 200.000 € mehr Kreditaufnahme, für die unsere Bürger mit erhöhten Grundsteuern aufkommen müssen. Hier war, wie leider zu oft, kein rigoroser Sparwille zu verzeichnen.
    Auch die gegen Widerstand der CDU Fraktion erfolgte Ablehnung unter den Finanzrettungsschirm des Landes Hessen zu schlüpfen war nicht von rigorosen Sparwillen geprägt. Auch diese Fehlentscheidung müssen unsere Bürger mit hohen Grundsteuern tragen!

    Erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang auf zwei der drei SPD-Anträge zum Haushalt 2018 einzugehen. Rettungsschirm und die avisierte Hessenkasse sind Teil der Unterstützung des Landes Hessen Landkreisen, Städten und Gemeinden zu helfen, Ihre defizitären Haushalte zu konsolidieren um mindestens wieder schwarze Nullen schreiben zu können. Die Tatsache, dass ein Großteil der Hess. Landkreise, Städte und Gemeinden den Rettungsschirm bereits verlassen konnte bzw. in absehbarer Zeit verlassen wird, zeigt deutlich, dass die Änderungen im kommunalen Finanzausgleich die angestrebten Wirkungen entfalten. Viele Gemeinden haben das, was wir seit Jahren in dieser Gemeindevertretung immer wieder fordern, umgesetzt um Ihre Haushalte zu konsolidieren. Sie haben u.a. Gewerbegebiete ausgewiesen, Kooperationen mit Nachbargemeinden eingeleitet, PTT-Projekte umgesetzt, Verwaltungsstrukturen verschlankt.

    Die SPD-Anträge sollen von den Erfolgen der Gemeinden die unter den Rettungsschirm gegangen sind ablenken. Sie sind Nebelkerzen um Ihre Versäumnisse und Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu verschleiern, so z.B. dem Verzicht ein größeres Gewerbegebiet im Rahmen der Schaffung des Autobahnanschlusses Langenselbold West  / Neuberg auszuweisen sowie die Möglichkeiten des Rettungsschirms nicht genutzt zu haben.
    Sie von der SPD wollen mit Ihren „Nebelkerzenanträgen“ von den Hintergründen ablenken, wieso die von Ihnen getragene Bürgermeisterin, ohne Auftrag der Gemeindevertretung, die Fusion Neubergs mit der ungleich größeren Stadt Erlensee auf die politische Agenda gesetzt hat. Ohne Not hätte Sie dies sicherlich nicht getan!

    Selbstverständlich sind wir von der CDU-Fraktion für eine bessere Finanzausstattung unserer Gemeinde durch das Land Hessen. Wir sind der Auffassung, dass in angemessenerem Umfang das Land Hessen sich an den Kosten der KITA- Betreuung beteiligen muss. Dies jedoch unter Wahrung der vom Bürger beschlossenen Schuldenbremse, um nachwachsenden Generationen keinen unüberwindbaren Schuldenberg zu hinterlassen. In einem Artikel der  Hess. Städte und Gemeindezeitung vom November 2017 über die Arbeit der Stabstelle für die Beratung von Nicht-Schutzschirmkommunen fand ich eine Passage die es auf den Punkt bringt. Dort steht: „ Die Gesellschaft darf nicht mehr auf Kosten kommender Generationen wirtschaften. Dies gelingt nur,  wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“. Wir von der CDU-Fraktion wollen dies und daher regen wir an die SPD- Anträge zur sachlichen Diskussion in den HFA zu überweisen um dort einen sachlich fundierten Beschlussvorschlag, der von allen  Gemeindevertretern mitgetragen werden kann, zum Wohle unserer Gemeinde, zu erarbeiten.

    Den Anträgen der Neuberger Liste werden wir zustimmen, da es sich nur um Verlagerungen von Haushaltsansätzen im Budget 4 handelt, die sowieso gegenseitig deckungsfähig sind.
    Die Anträge der Fraktionen von CDU, Neuberger Liste und Bündnis 90 die Grünen haben zum Ziel die Verwaltung weiterhin anzuhalten durch striktes Sparen, Sorge zu tragen, dass trotz Neuanstellungen für die neue KITA es nicht zu Grundsteuererhöhungen kommt und das Ziel „Steuersenkungen“ nicht aus dem Auge verloren geht.
    Der Bewilligung von Haushaltsmitteln für ein gebrauchtes Werkstattfahrzeug in Höhe von 10.000 €, der Einrichtung eines GIS-Info-Arbeitsplatzesin Höhe von     werden wir, mit Verweis auf die Notwendigkeit des Sparens, nicht zustimmen.

    Dem Investitionsprogramm der die Anschaffung von neuen, sicheren Feuerwehrhelmen, eines Feuerwehrfahrzeuges LF 10 KatS und eines Feuerwehrfahrzeuges GW-L im Jahr 2018 vorsieht, werden wir zustimmen.
    Ebenfalls werden wir dem Haushaltssicherungskonzept für das Haushaltsjahr 2018, in der Hoffnung, dass er die „Weihen“ der Kommunalaufsicht erhält, zustimmen.

    Den Gesamtbeschluß zum Haushalt 2018 werden wir nur mittragen, wenn der Stellenplan 2018 hinsichtlich der Höhergruppierungen auf den Stand des Haushaltes 2017 vorerst eingefroren wird. Den Stellenausweitungen werden wir um Überstunden zu verhindern, entgegen unserer ursprünglichen Intention, zustimmen.

    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  • Haushaltsrede 2017

    Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
    sehr geehrter Herr Gemeindevertretungsvorsitzender,
    sehr geehrte Gemeindevertretungsmitglieder,
    sehr geehrte Gäste,

    Wir sind für eine funktionierende, bürgernahe Verwaltung, für den Ausbau einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung und für den Erhalt der gemeindlichen Infrastruktur. Wir streben konsolidierte Haushalte und den Abbau der gemeindlichen Verschuldung an.  All dies streben wir mit möglichst geringer finanzieller Belastung unserer Bürger an. Daher haben wir in der Vergangenheit immer wieder gefordert die von Jahr zu Jahr ständig steigenden Haushaltsansätze für die Verwaltung durch Kooperationen mit anderen Gemeinden spürbar zu minimieren. Ferner haben wir eine auf nachhaltige Gewerbesteuereinnahmen hin orientierte Gewerbeansiedlungspolitik gefordert. Stichwort „Gewerbeansiedlung muss Chefsache werden!“  Bis Dato wurde keiner der vorgenannten Vorschläge zur Entlastung des Haushalts energisch aufgegriffen. Die von uns angeregten Kommissionen, wie z.B. die Feuerwehrkommission, die Haushaltskommission und die Bürgerhauskommission ließ man weitestgehend einschlafen. Auch unseren Vorschlag durch Errichtung einer Erdaushubdeponie Einnahmen zu generieren wurde nicht konsequent weiterverfolgt!  Und die  von uns angeregte 10-prozentige Haushaltssperre scheint nur in wenigen Teilbereichen des Haushalts dauerhaft ihren Niederschlag gefunden zu haben.

    Besonders gravierend für die Haushaltssituation unserer Gemeinde war jedoch die von SPD, Grünen und Neuberger Liste,  gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, getroffene Entscheidung nicht unter den Rettungsschirm des Landes Hessen zu schlüpfen. Infolge dessen und  Ihrer nicht auf nachhaltige Einsparungen und Generierung von zusätzlichen Gewerbesteuern ausgerichtete Politik  sollen  die Grundsteuern A und  B von auf nun erhöh werden, um den Vorgaben des Landes zu genügen. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus wirkt sich die vorgesehene  Grundsteuerhöhung mit  ca. 300 € gegenüber der letzten Grundsteuererhöhung äußerst negativ für junge Familien und Rentner aus.  Bekanntlich erfolgte die letzte Erhöhung mit Stimmen von SPD und Grünen im Rahmen der Verabschiedung des Haushalts 2016. Die massive Erhöhung der Grundsteuer  B trifft nicht nur reiche Grundstückseigentümer, sondern alle Bürger unserer Gemeinde. Grundstückseigentümer und Mieter gleichermaßen. Wenn man unseren Forderungen nach Kooperationsmaßnahmen, aktiver Gewerbeansiedlungspolitik  nachgekommen wäre und die Möglichkeiten des Rettungsschirms genutzt hätte, dann müsste die Grundsteuererhöhung sicher  nicht so hoch ausfallen. Diese extreme Erhöhung der Grundsteuern A und B haben daher nicht wir, sondern Sie von SPD, Grünen und Neuberger Liste ganz alleine zu verantworten.  Solange keine signifikanten Anstrengungen unternommen werden unseren wiederholt erhobenen Forderungen  zur Haushaltskonsolidierung nachzukommen, werden wir Grundsteuererhöhungen, wie dieser,  unsere Zustimmung verweigern.
    Wird die bisherige Politik beibehalten, dann wird sich trotz massiver Grundsteuererhöhung die Schere zwischen Einnahmen  und Ausgaben weiter spreizen. Ursache hierfür sind  u.a. hohe Energiekosten, Asylkosten ,ständig steigende Kreisumlagen und insbesondere hohe Tarifabschlüsse und die Altersstruktur der Gemeindeverwaltung. Die sich hieraus ergebenden ständig steigenden Kosten können, wie Frau Bürgermeisterin Schröder treffend in Ihrer Einbringungsrede sagte, nur teilweise über Gebühren-erhöhungen aufgefangen werde n. Folgt man dieser Aussage, dann ist die nächste Grundsteuererhöhung schon im Anmarsch! Da hilft auch das zur Beratung eingebrachte Papier der SPD-Fraktion die Hundesteuer zu erhöhen und eine Pferdesteuer einzuführen nichts.

    Vielleicht sollte die SPD-Fraktion  sich die Aussagen des Herrn Dr. Martin Maul, seines Zeichens SPD Fraktionsvorsitzender in Erlensee zu Gemüte nehmen. Laut Hanauer Anzeiger hat er in seiner Haushaltsrede gesagt, dass Strategie der  SPD – gemeint die Erlenseeer SPD!- weiterhin sei, durch Ansiedlung von Gewerbe und Neubürgern die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu stärken, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen und insgesamt Einnahmen zu generieren, die es uns ermöglichen die von den Generationen vor uns geschaffenen Werte zu erhalten.
    Nichts anderes fordert die CDU Neuberg seit Jahren! Leider ungehört!.  Daher werden wir  solange defizitäre Haushalte die nur durch massiven Griff in die Portmonees der Bürger ausgeglichen werden können, unsere Stimmen versagen.
    Erlauben Sie mir zum Abschluss noch einige Worte zu den SPD-Anträgen zum Haushalt 2017. Die vorgeschlagene Erhöhung  der Gewerbesteuer führt  höchstens zu einer minimalen Reduzierung der  vorgesehenen massiven Grundsteuererhöhung, gleichzeitig verschreckt sie jedoch potentielle Gewerbeansiedlungswillige bzw. vertreibt unsere  guten Gewerbesteuerzahler. Dies wäre mehr als kontraproduktiv.

    Der Antrag ist daher reine „Weisse Salbe“ für die zu melkenden Steuerzahler! Sieht gut aus, bringt aber nichts!
    Die Forderung  kostendeckende Friedhofgebühren  einzuführen greift entsprechende Anträge der CDU-Fraktion zu diesem Themenkomplex auf. Also nichts neues! Die CDU Anträge müssten endlich nur ernsthaft umgesetzt werden.
    Hundesteuererhöhungen und Einführung einer Pferdesteuer  sind nicht die Lösung des Haushaltsproblems unserer Gemeinde und aus verschiedenen ernsthaften Gründen abzulehnen.

    Unser Antrag  planungsrechtliche Schritte für die Ausweisung eines Gewerbegebietes entlang der Autobahn zu ergreifen, den wir eigentlich zum Haushalt gestellt hatten und der  leider erst  im Januar beraten wird, ist geeignet Sorge zu tragen, dass die Einnahmesituation der Gemeinde sich so verbessert, das die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben geschlossen werden kann bzw. Überschüsse für die gemeindliche Entwicklung generiert werden können.  Wenn es und nicht gelingen sollte die Einnahmesituation nachhaltig zu verbessern sind die Tage der selbständigen Gemeinde Neuberg gezählt.  Noch tiefer werden Sie von SPD, Grünen und Neuberger Liste unseren Bürgern nicht in die Tasche greifen können. Steigende Kosten für Energie, Mieten, Lebenshaltungskosten machen es bereits jetzt schon vielen Mitbürgern schwer die bestehenden Gebühren und Steuern zu zahlen.

    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.